Am 25. November 2025 veröffentlichte eine parteiübergreifende Koalition von Generalstaatsanwälten aus 35 US-Bundesstaaten und dem District of Columbia einen dringenden Appell an den Kongress, die Rechte der Bundesstaaten bei der Umsetzung und Durchsetzung eigener Künstliche-Intelligenz (KI)-Regulierungen nicht einzuschränken. Angeführt von Generalstaatsanwältin Letitia James aus New York, zusammen mit Kollegen aus North Carolina, Utah und New Hampshire, äußerte die Gruppe große Bedenken hinsichtlich der Risiken unregulierter KI, einschließlich körperlicher Schäden und Missbrauch von Chatbots, und betonte die Notwendigkeit robuster Aufsicht, um die Öffentlichkeit zu schützen. Sie hoben die Bedeutung der Souveränität der Bundesstaaten hervor, um maßgeschneiderte Vorschriften zu entwickeln, die auf lokale Bedürfnisse eingehen, und kritisierten die bundesweiten Bestrebungen, die gesetzgeberische Macht der Bundesstaaten angesichts anhaltender Stagnation in der nationalen KI-Politik einzuschränken. In Abwesenheit umfassender bundesweiter Standards haben die Bundesstaaten eigenständig Gesetze verabschiedet, die zahlreiche KI-bezogene Probleme regeln, und auf Bedrohungen wie sexualisierte KI-generierte Inhalte, politische Manipulation und Diskriminierung in Wohnungswesen, Beschäftigung und Bildung reagiert. Besonders Kalifornien hat wegweisende Vorschriften eingeführt, die 2026 in Kraft treten sollen, und von KI-Entwicklern mehr Transparenz und Risikomanagement verlangen, um die Verantwortlichkeit der Branche zu erhöhen und den Verbraucherschutz zu stärken. Gleichzeitig setzen sich große Technologieunternehmen wie OpenAI, Google, Meta und die Risikokapitalfirma Andreessen Horowitz für einen einheitlichen Bundesrahmen ein, der ihrer Ansicht nach für einheitliche Standards sorgt, regulatorische Fragmentierung reduziert und Innovation fördert. Das Fehlen einer klaren Bundespolitik hat jedoch zu einem Flickenteppich an Vorschriften der Bundesstaaten geführt.
Politische Spannungen verschärfen die Lage zusätzlich: Die Regierung Trump hat Bemühungen unterstützt, bundesstaatliche KI-Gesetze zu blockieren, einschließlich Versuchen, restriktive Bestimmungen in nationale Verteidigungsgesetze einzubauen und droht mit rechtlichen Herausforderungen, was die kontroverse Debatte über die Steuerung von KI unterstreicht. Trotz bundesweiter Opposition hat der Senat mit überwältigender Mehrheit – 99 zu 1 – einen Vorschlag abgelehnt, der die Verabschiedung von KI-Gesetzen auf Landesebene verhindern sollte, was die parteiübergreifende Unterstützung für die Rolle der Bundesstaaten angesichts der Unsicherheit auf nationaler Ebene widerspiegelt. Die Botschaft der Koalition an den Kongress hebt die Komplexität der Regulierung aufkommender Technologien wie KI hervor und macht deutlich, dass ein Gleichgewicht zwischen Bundes- und Landesbefugnissen, Brancheninteressen und Sicherheitsbelangen erforderlich ist. Da sich KI-Technologien weiterentwickeln und in die Gesellschaft integrieren, werden die Debatten über regulatorische Rahmenbedingungen voraussichtlich zunehmen. Entscheidungen in naher Zukunft werden die Innovationspfade der KI, den Schutz grundlegender Rechte und die allgemeine öffentliche Sicherheit landesweit maßgeblich beeinflussen. Die proaktiven regulatorischen Bemühungen der Bundesstaaten könnten wichtige Vorbilder sein oder dazu führen, dass eine stärkere bundesweite Koordination gefordert wird, um den vielfältigen Herausforderungen der KI zu begegnen. Letztlich betont die einheitliche Haltung der Koalition die Notwendigkeit, die Souveränität der Bundesstaaten beim Umgang mit KI-Risiken zu bewahren, während sie für eine gemeinsame Steuerung plädiert, die Innovation und Verantwortlichkeit in Einklang bringt. Dieser laufende Dialog zwischen Bundesstaaten, Bundesregierung, Industrie und Öffentlichkeit wird maßgeblich die Zukunft der KI-Regulierung in den USA prägen.
Bündnis aus beiden Parteien fordert den Kongress auf, die Rechte der Bundesstaaten bei der Regulierung von KI zu bewahren
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