Ben Afflecks KI-Startup und Hollywoods komplexe Beziehung zur künstlichen Intelligenz
Brief news summary
In den letzten Wochen war Hollywood bezüglich generativer KI-Modelle, die auf urheberrechtlich geschützten Werken trainiert wurden, besorgt und befürchtete eine Störung der kreativen Arbeitswirtschaft. Trotz öffentlicher Bedenken haben einige Prominente wie Ben Affleck KI privat genutzt und dabei das Start-up InterPositive gegründet, das KI-Werkzeuge für die Filmbranche entwickelt und später von Netflix übernommen wurde. Dies offenbart ein Paradox: Stars warnen öffentlich vor KI, investieren aber im Geheimen darin. Die zentrale Kontroverse dreht sich weniger darum, das Vorankommen von KI aufzuhalten, sondern vielmehr um deren Kontrolle – Themen wie Datenbesitz, Lizenzen für Abbildungen und die Monetarisierung, wenn digitale Schauspieler-Doubles echte Darbietungen ersetzen. Das KI-Ökosystem Hollywoods umfasst generative Modelle, Produktionstools und synthetische digitale Doubles. Obwohl viele Kreative generative KI ablehnen, akzeptieren sie im Allgemeinen Produktionshilfen und digitale Doubles. Letztendlich strebt Hollywood an, eine Lizenzierungsökonomie rund um digitale Abbildungen zu schaffen, was einen Wandel markiert: Schauspieler werden sowohl zu geistigem Eigentum als auch zu Performern.Teilen Ich berichte für zahlende Abonnenten über Hollywood und KI. Kürzlich schrieb ich über die neuesten Kontroversen in der Unterhaltungsbranche rund um Text-zu-Video-Modelle, insbesondere ByteDance’s Seedance, die Art und Weise, wie Hollywood den Aufstieg des OpenAI-Video-Modells Sora behindert hat, sowie über acht Unternehmen, die KI verantwortungsvoll einsetzen. In den letzten Wochen wurde Hollywood von einer KI-Panik erfasst. Offener Briefe, Ganzseitenanzeigen, Meinungsstücke und Social-Media-Kampagnen warnen davor, dass künstliche Intelligenz – vor allem Modelle, die auf urheberrechtlich geschütztem Material trainiert werden – die wirtschaftlichen Grundlagen kreativer Arbeit bedrohen könnte. Doch während dieses Trubels hat Ben Affleck still und heimlich ein KI-Unternehmen aufgebaut. 2022 gründete Affleck InterPositive, ein Startup, das KI-Werkzeuge speziell für die Filmbranche entwickelt. Ihre Modelle trainieren auf den Aufnahmen eines Films, um bei Aufgaben wie Lichtanpassung, Schnittbildkorrektur und Kontinuitätsproblemen während der Nachbearbeitung zu helfen. Erst letzte Woche wurde Netflix InterPositive übernommen und Affleck zum Senior-Berater ernannt. Dieses Geschäft zeigt anschaulich das Paradox, das in Hollywood herrscht: Stars warnen öffentlich davor, dass KI ihre Jobs übernehmen könnte, investieren aber privat in Technologien, die genau das bewirken könnten. Der eigentliche Kampf in Hollywood geht nicht darum, die KI-Entwicklung zu stoppen – der Schwung ist nicht aufzuhalten.
Es geht vielmehr um Kontrolle: Wer besitzt die Daten, wer lizensiert das digitale Abbild, und wer verdient, wenn eine virtuelle Version eines Schauspielers den echten ersetzt? Um die Spannungen besser zu verstehen, hilft es, drei unterschiedliche Kategorien zu unterscheiden, die häufig unter „KI“ zusammengefasst werden. Erstens die generativen Modelle wie Sora oder Kling, die völlig neue Bilder oder Videos produzieren, meist anhand riesiger Datensätze, die urheberrechtlich geschützte Werke enthalten. Diese Modelle haben den stärksten Widerstand bei Hollywood-Künstlern hervorgerufen. Zweitens sind das Produktionstools, die bereits in den Filmemacher-Prozess integriert sind – Software, mit der man visuelle Effekte aufbereitet, die Beleuchtung verbessert, ADR synthetisiert oder Schnittarbeiten erleichtert. Drittens sind das synthetische Leistungen: Digitale Doppelgänger, die es ermöglichen, das Gesicht, die Stimme oder Bewegungen eines Schauspielers auf der Leinwand erscheinen zu lassen, ohne dass der Schauspieler physisch anwesend sein muss. Die lautesten Einwände Hollywoods richten sich gegen die erste Kategorie. Doch die zweite und dritte Kategorie werden von denselben Künstlern zunehmend – manchmal leidenschaftlich – begrüßt, die öffentlich gegen KI protestieren. Hier ist der Punkt, den Hollywood nur ungern zugibt: Die Branche versucht nicht wirklich, die KI-Entwicklung aufzuhalten. Im Folgenden analysiere ich: - Was Affleck’s Netflix-Übernahme über Hollywoods echte KI-Strategie verrät - Warum Stars öffentlich gegen KI protestieren, sie am Set aber dennoch nutzen - Wie die Branche heimlich eine Lizenzierungswirtschaft um digitale Abbilder aufbaut - Warum Schauspieler bald weniger wie Performer und mehr wie Eigentum auftreten könnten Diese Kolumne ist nur für zahlende Abonnenten zugänglich. Möchten Sie ein Gruppenabo für Ihr Team oder Unternehmen?Klicken Sie hier. Für den vollen Zugriff und um alle Inhalte des Ankler zu lesen, können zahlende Abonnenten hier klicken. Hier klicken, um weiterzulesen Teilen Bildnachweise: Monica Schipper/Getty Images; Cindy Ord/Getty Images; Arturo Holmes/Getty Images
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